Einleitung

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Rheumatologie ist ein modernes Fach, in dem es permanent diagnostische und therapeutische Entwicklungen gibt. Auch die ÖGR entwickelt sich weiter, weswegen wir unser mediales Erscheinungsbild überdacht und uns zu einem neuen ÖGR-Logo und einer Neugestaltung unserer Website entschlossen haben. Unser Ziel ist es, Ihnen Informationen und Neuigkeiten noch besser und zeitgemäßer zur Verfügung zu stellen, damit Sie unsere Website in Zukunft noch öfter und lieber besuchen – sowohl von Ihrem PC als auch von Ihrem Tablet oder Smartphone aus!

 

Ein wesentliches Anliegen meiner Präsidentschaft ist die Förderung und Unterstützung junger Kolleginnen und Kollegen. In diesem Bemühen, gerade junge Mediziner für die Rheumatologie zu begeistern, haben wir sozusagen als „Nachwuchsförderung“ das Projekt „Summer School“ ins Leben gerufen, das erstmalig im Juli 2017 in Saalfelden stattgefunden hat – auf der Jahrestagung wurde darüber berichtet. Aufgrund des großen Erfolges dieses Pilotprojektes sind wir bereits mit den Vorbereitungen für die 2. Summer School für Juli 2018 beschäftigt.

 

Wie Sie vielleicht wissen, ist die Versorgungsforschung eines meiner Kernarbeitsgebiete. Die 2017 durchgeführte ÖGR-Umfrage zur Bedarfserhebung an rheumatologischer Versorgung in Österreich hatte einen sehr guten Rücklauf, und ich möchte Ihnen ganz herzlich für Ihre Teilnahme danken! Die Ergebnisse aus dieser Erhebung werden uns helfen, die Positionen und Anliegen österreichischer Rheumatologinnen und Rheumatologen besser vertreten und untermauern zu können.

 

Für Fragen, Kritik und Anregungen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung und bin für Ihr Feedback dankbar!

 

 

 

Ihr Rudolf Johannes Puchner

Interview Dr. Puchner
„Österreichs Rheumapatienten verdienen eine bessere Versorgung“

Dr. Rudolf Puchner, MSc MBA, Präsident der ÖGR und selbst niedergelassener Internist, Rheumatologe und Gastroenterologe, glaubt, dass in Österreich noch viel getan werden muss, um die Versorgung von Rheumapatienten vor allem außerhalb der großen Städte sicherzustellen.

 

Gibt es genug Rheumatologen in Österreich, Herr Dr. Puchner?

Wir glauben, dass wir auf einen Engpass zusteuern und bald viel mehr junge Rheumatologen in Österreich nötig sein werden – vor allem in den Bundesländern und ländlichen Regionen. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass zumindest ein Rheumatologe auf etwa 50.000 Einwohner sinnvoll wäre. Nun gibt es zwar in Österreich etwas mehr als 200 Internisten mit dem Additivfach Rheumatologie, aber viele davon arbeiten nur einen Teil ihrer Zeit mit Rheumakranken.

 

Woran liegt das?
Die Gründe sind vielfältig. Für manche ist die Rheumatologie nur ein kleiner Teil ihrer klinischen Tätigkeit, andere arbeiten altersbedingt weniger. Der Hauptgrund ist jedoch, dass die meisten niedergelassenen Rheumatologen auch internistisch tätig sind bzw. auch sein müssen, weil die Betreuung von Rheumakranken allein nicht wirtschaftlich genug ist. Denn obwohl die Diagnose und Behandlung von Rheuma sehr komplex und zeitaufwändig ist, wird sie von den Krankenkassen nicht ausreichend abgegolten. Das muss sich schnell ändern, damit die Versorgungssituation überall in sinnvollem Umfang gewährleistet bleiben kann.

 

Sie stellen bald eine Studie vor, die aufzeigt, wie gut Österreich mit Rheumatologen versorgt ist. Können Sie schon einige Ergebnisse verraten?
Diese Studie trägt erstmals der Tatsache Rechnung, dass kaum ein Rheumatologe sich Vollzeit der Behandlung von Rheuma widmen kann. Deshalb dient ein Vollzeitäquivalent als Basis. So wird erstmals wirklich sichtbar, wie gut oder schlecht die Versorgungssituation ist. In Wien und Niederösterreich ist sie beispielsweise mit einem Rheumatologen auf 40.000 beziehungsweise 57.000 Einwohner noch sehr gut. Aber in Tirol oder dem Burgenland schnellen diese Werte auf 1 zu 74.000 oder gar 1 zu 234.000 hoch und zeigen klar, dass die Menschen dort mehr rheumatologisch tätige Ärzte bräuchten.

 

Was müsste man tun, um diese Situation zu verbessern?
Es muss attraktiver werden, eine Praxis für Rheumatologie zu eröffnen. Das gelingt aber nur, wenn es auch für Kassenärzten eine Verrechnungsposition für rheumatologische Diagnose, Therapieeinstellung und Überwachung gibt. Wir haben hier gemeinsam mit den Sozialversicherungsträgern in Oberösterreich schon einen ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Rheumatologen bekommen pro Patient und Quartal 65 Euro. Allerdings ist diese Maßnahme leider lediglich auf die ersten 7 % aller Patienten limitiert.

 

Wie ist die Lage in anderen Ländern? Gibt es dort Modelle, die besser funktionieren?
Deutschland hat das in den letzten Jahren besser gemacht. Dort ist es beispielsweise möglich, dass sich Rheumatologen in Gruppenpraxen zusammenschließen. Das minimiert das medizinische wie das wirtschaftliche Risiko einer Praxisneugründung. Diese und andere Maßnahmen haben dazu geführt, dass in Deutschland 70 % der Rheumatologen im niedergelassenen Bereich arbeiten. In Österreich arbeitet dagegen nur etwa ein Drittel selbständig.

 

Hätte es nicht einen volkswirtschaftlichen Vorteil, wenn Rheuma früher diagnostiziert und behandelt würde?
Absolut. Um die Krankheit zum Stillstand zu bringen oder ihre Aktivität zu reduzieren, ist eine rasche Diagnose und Therapie entscheidend. Bei der rheumatoiden Arthritis sind die Chancen auf einen gutartigen und beschwerdearmen Verlauf bei einem Behandlungsbeginn innerhalb von drei Monaten nach Auftreten der ersten typischen Symptome am besten. Eine höhere Verfügbarkeit von Rheumatologen zeigt hier besonders positive Effekte. Wir konnten das mit der Einführung einer Akutbegutachtungssprechstunde in Oberösterreich zeigen. Vor der Einführung präsentierten sich lediglich 16,6 % der Patienten innerhalb von drei Monaten seit Symptombeginn beim Rheumatologen. Nach Einführung waren es 43 %.

 

Wie sieht es generell mit den Wartezeiten auf einen Termin beim Rheumatologen aus?
Wie schon angedeutet, sind die Wartezeiten noch zu lange. Es gibt vor allem außerhalb der großen Städte zu wenige Rheumatologen und diese müssen sich oft auch anderen Krankheitsbildern widmen. Aber das Problem zu später Diagnosen ließe sich auch über eine verstärkte Kooperation mit den Allgemeinmedizinern verbessern. Daher arbeiten wir seit geraumer Zeit vermehrt an einer Optimierung der Zusammenarbeit, damit die internistischen Rheumatologen so früh wie möglich in die Diagnose bei Beschwerden des Bewegungs- und Stützapparats eigebunden werden.

 

Damit sich die genannten Probleme in Österreich lösen lassen, müssen nicht nur die strukturellen Rahmenbedingungen passen. Es müssen sich auch wieder mehr junge Medizinerinnen und Mediziner für Ihr Fach begeistern. Wie überzeugen Sie sie?
Indem wir noch mehr nach außen tragen, was für ein unglaublich interessantes und zukunftsfähiges Fach die Rheumatologie ist. Ich habe mit der Rheumatologie begonnen, als es nur sehr wenige Medikamente gegen Rheuma gab. Damals hätten wir uns nie träumen lassen, welche therapeutischen Möglichkeiten es durch die Biologika heute gibt. Für mich war es eines der drei wirklich einschneidenden Erlebnisse meines Medizinerlebens, als es gelang, eine entzündliche Gelenkerkrankung wirklich zum Stillstand zu bringen. Ich bin fest überzeugt, dass gerade unser Fachbereich auch für die nächste Generation an Medizinern noch viele weitere solcher Momente bereit hält. Deswegen haben wir heuer als Nachwuchsförderung erstmalig eine Rheuma Summer School für rheumatologisch interessierte Medizinstudenten und -studentinnen höherer Semester ins Leben gerufen – mit großem Erfolg.

 

Herr Dr. Puchner, vielen Dank für das Gespräch!

Vorstand

Präsident

Dr. Rudolf Puchner, MSc MBA

Tel: +43 (0)7242 70625
rudolf.puchner@cc-net.at

 

Geschäftsführerin

OÄ Dr. Judith Sautner

Landesklinikum Weinviertel Stockerau
2. Med. Abteilung
Landstraße 18
2000 Stockerau
Tel: +43 (0)2266 9004 22851
Fax: +43 (0)2266 9004 49818
judith.sautner90@gmail.com

 

1. Vizepräsident („Past-President“)

Univ.-Prof. Dr. Klaus Machold

Universitätsklinik Innere Medizin III
Klin. Abt. f. Rheumatologie
Währinger Gürtel 18-20
1090 Wien
Tel: +43 (0)1 40400 43590
Fax: +43 (0)1 40400 43060
klaus.machold@meduniwien.ac.at

 

2. Vizepräsident

ao. Univ.-Prof. Dr. Kurt Redlich

Universitätsklinik Innere Medizin III
Klin. Abt. f. Rheumatologie
Währinger Gürtel 18-20
1090 Wien
+43 (0)1 40400 4300
kurt.redlich@meduniwien.ac.at

 

Finanzreferentin

Prim. Priv.-Doz. Dr. Valerie Nell-Duxneuner

Klinikum Peterhof
Sauerhofstrasse 9-13
A-2500 Baden
valerie.nell-duxneuner@noegkk.at

 

Leiter der medizinisch-wissenschaftlichen Sektion

Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr. Christian Dejaco, Ph.D., MBA

Dienst für Rheumatologie | Servizio di reumatologia
Südtiroler Sanitätsbetrieb | Azienda Sanitaria dell'Alto Adige
Krankenhaus Bruneck | Ospedale di Brunico
39031 Bruneck | Brunico (ITA)
und
Medizinische Universität Graz
8036 Graz (Ö)
Tel.: +39-0474-581862
christian.dejaco@sabes.it

 

Leiter der medizinisch-sozialbetreuenden Sektion

Univ.-Doz. Dr. Johann Gruber

Universitätsklinik für Innere Medizin II
Rheumatologie
Anichstraße 35
6020 Innsbruck
Tel: +43 (0)512 504 80382
Fax: +43 (0)512 504 6780382
johann.gruber@i-med.ac.at

 

Leiter der Berufsständischen Sektion

Univ.-Doz Dr. Herwig Pieringer

AKH Linz
Interne 2
Krankenhausstr 9
4020 Linz
Tel: +43 (0)732 7806 0
herwig.pieringer@akh.linz.at

 

Leiterin der Sektion für Kooperationen

Prim. Dr. Monika Mustak-Blagusz

SKA Rehabilitationszentrum Gröbming
Hofmanning 214
8962 Gröbming
Tel: +43 (0)3685 22323 0
monika.mustak@rheuma-internistin.at
www.rheuma-internistin.at

 

Vorstandsmitglied

DDr. Christina Duftner

Universitätsklinik für Innere Medizin II
Rheumatologie
Anichstraße 35
6020 Innsbruck
christina.duftner@gmx.at

 

Vorstandsmitglied

Dr. Wolfgang Halder

Abt. f. Innere Medizin
LKH Hochzirl
6170 Zirl
Tel: +43 (0)5238 501
wolfgang.halder@tirol-kliniken.at

 

Vorstandsmitglied

Priv.-Doz. OA Dr. Josef Hermann

Abteilung für Rheumatologie und Immunologie
Universitätsklinik für Innere Medizin
Auenbruggerplatz 15
8036 Graz
Tel: +43 (0)316 385 17779
Fax: +43 (0)316 385 17813
josef.hermann@medunigraz.at

 

Vorstandsmitglied

Priv.-Doz. Dr. Jochen Zwerina

1. Medizinische Abteilung und
Ludwig Boltzmann Institut für Osteologie
Hanusch Krankenhaus
Heinrich-Collin-Str. 30
1140 Wien
Tel: +43 (0)1 91021 85730
jochen.zwerina@osteologie.at

 
Kooptierte Mitglieder

Krankenhaus Hietzing

Dr. Jutta Stieger

2. Med. Abteilung, Pav. 3A
Wolkersbergenstrasse 1
1130 Wien
jutta.stieger@gmx.at
jutta.stieger@wienkav.at (wieder ab Jänner 2016, derzeit in Karenz)

Österreichische Gesellschaft für Physikalische Medizin

Univ. Doz. Dr. Erich Mur

Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation
Anichstr. 35
6020 Innsbruck
Tel: +43 (0)512 504 81416
Tel: +43 (0)512 504 23370
Fax: +43 (0)512 504 23370
erich.mur@i-med.ac.at

Österreichische Gesellschaft für Orthopädie

Prim. Dr. Peter Zenz

Orthop. Zentrum OWS
Sanatoriumstraße 2
1140 Wien
Tel: +43 (0)1 91060 43008
Fax: +43 (0)1 91060 43009
peter.zenz@wienkav.at

SMZ Süd - Kaiser-Franz-Josef-Spital

OA Dr. Bernhard Duhm

2. Medizinische Abteilung mit Rheumatologie und Osteologie sowie Akutgeriatrie
Kundratstraße 3
1100 Wien

Wilhelminenspital Wien, 5. Med. Abt.

OÄ Dr. Jeanette Wolf

5. Medizinische Abteilung mit Rheumatologie, Stoffwechselerkrankungen und Rehabilitation
Wilhelminenspital der Stadt Wien
Montleartstraße 37
1160 Wien
Tel: +43 (0)1 49150 2508
Fax: +43 (0)1 49150 2509
jeanette.wolf@wienkav.at

Arbeitskreis „Rheumatische Erkrankungen im Alter“

Dr. Wolfgang Halder

Abt. f. Innere Med.
LKH Hochzirl
6170 Zirl
Tel: +43 (0)5238 501
wolfgang.halder@tilak.at

Arbeitskreis „Epidemiologie in der Rheumatologie“ und Arbeitskreis „Rehabilitation in der Rheumatologie“

derzeit nicht besetzt

Sekretariat, c/o Fr. Michaela Lederer
Boerhaavegasse 3/1/2
1030 Wien
Tel.: +43 (1) 803 98 80
office@rheumatologie.at

Arbeitskreis „Medikamentöse Therapie rheumatologischer Erkrankungen“

OÄ Dr. Andrea Studnicka-Benke

Rheumaambulanz
Universitätsklinik für Innere Medizin III
Paracelsus Medizinische Privatuniversität
2. Medizinische Abteilung
Landeskrankenhaus Salzburg
Müllner Hauptstr. 48
5020 Salzburg
Tel. +43 (0)662 4482 4112
a.studnicka-benke@salk.at

Statuten des ÖGR
Statuten des ÖGR

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Bisherige Präsidenten
Bisherige Präsidenten
1949-1972: Univ.-Prof. Dr. K. Gotsch
1973: Dr. Schindler
1974: Prof. DDr. E. Borkenstein
1974-1978: Univ.-Prof. Dr. C. Steffen
1978-1982: Univ.-Prof. Dr. R. Günther
1982-1986: Prof. Dr. N. Thumb
1986-1990: Prof. Dr. R. Eberl
1990-1992: Prof. Dr. G. Klein
1992-1994: Univ.-Doz. Dr. Karl Chlud
1994-1996: Prof. Dr. G. Kolarz
1996-1998: Prim. Dr. W. Siegmeth
1998-2000: Prim. Doz. Dr. F. Rainer
2000-2002: Prim. Prof. Dr. H. Bröll
2002-2004: Prim. Doz. Dr. A. Dunky
2004-2006: Prim. Univ.-Prof. Dr. J. Smolen
2006-2008: Prim. Univ.-Prof. Dr. W. Graninger
2008-2010: Prim. Priv.-Doz. Dr. B. Leeb
2010-2012: ao. Univ.-Prof. DDr. Manfred Herold
2012-2014: Prim. Dr. Gabriele Eberl MBA
2014-2016: Univ.-Prof. Dr. Klaus Machold
Ehrenmitglieder
Ehrenmitglieder

Ehrenmitglieder können Personen werden, die sich besondere Verdienste um die Rheumatologie erworben haben.


1953:Prof. Dr. Jarlow, vestorben
1953:Prof. Dr. Nonnenbruch, vestorben
1976:MR Prof. Dr. Wilhelm Freiherr von Blumencron, verstorben 1984
1978:HR Prof. DDr. E. Borkenstein, Leoben, verstorben
1978:Prof. Dr. H. Mathies, D-Abbach-Pesing
1978:Prof. Dr. Klaus Mielke, D-Wiesbaden, verstorben 2009
1982:Prof. Dr. Sitay, Piestany, verstorben
1987:Prof. Dr. Stöber, Wimsbach-Neydharting, verstorben
1988:Prof. Dr. C. Steffen, Wien, verstorben 1989
Prof. DDr. h.c. Hans Jesserer, Wien, verstorben 1999
1989:Prof. Dr. Schilling, D-Mainz
Prof. Dr. Trnavsky, Prag
1992:Prof. Dr. F. Wagenhäuser, verstorben 1999
1993:Prof. Dr. Eberl, Wien, verstorben 2006
Prof. Dr. Hans Georg Fassbender, D-Mainz
Prof. Dr. Béla Gömör, H-Budapest
1995:Prof. Dr. Schattenkirchner, D-München
1999:Prof. Dr. Gernot Kolarz, Baden
Prof. Dr. Henning Zeidler, Deutschland
2009:Prof. Dr. Gert Klein, Graz

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Rheumatologie ist ein modernes Fach, in dem es permanent diagnostische und therapeutische Entwicklungen gibt. Auch die ÖGR entwickelt sich weiter, weswegen wir unser mediales Erscheinungsbild überdacht und uns zu einem neuen ÖGR-Logo und einer Neugestaltung unserer Website entschlossen haben. Unser Ziel ist es, Ihnen Informationen und Neuigkeiten noch besser und zeitgemäßer zur Verfügung zu stellen, damit Sie unsere Website in Zukunft noch öfter und lieber besuchen – sowohl von Ihrem PC als auch von Ihrem Tablet oder Smartphone aus!

 

Ein wesentliches Anliegen meiner Präsidentschaft ist die Förderung und Unterstützung junger Kolleginnen und Kollegen. In diesem Bemühen, gerade junge Mediziner für die Rheumatologie zu begeistern, haben wir sozusagen als „Nachwuchsförderung“ das Projekt „Summer School“ ins Leben gerufen, das erstmalig im Juli 2017 in Saalfelden stattgefunden hat – auf der Jahrestagung wurde darüber berichtet. Aufgrund des großen Erfolges dieses Pilotprojektes sind wir bereits mit den Vorbereitungen für die 2. Summer School für Juli 2018 beschäftigt.

 

Wie Sie vielleicht wissen, ist die Versorgungsforschung eines meiner Kernarbeitsgebiete. Die 2017 durchgeführte ÖGR-Umfrage zur Bedarfserhebung an rheumatologischer Versorgung in Österreich hatte einen sehr guten Rücklauf, und ich möchte Ihnen ganz herzlich für Ihre Teilnahme danken! Die Ergebnisse aus dieser Erhebung werden uns helfen, die Positionen und Anliegen österreichischer Rheumatologinnen und Rheumatologen besser vertreten und untermauern zu können.

 

Für Fragen, Kritik und Anregungen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung und bin für Ihr Feedback dankbar!

 

 

 

Ihr Rudolf Johannes Puchner

„Österreichs Rheumapatienten verdienen eine bessere Versorgung“

Dr. Rudolf Puchner, MSc MBA, Präsident der ÖGR und selbst niedergelassener Internist, Rheumatologe und Gastroenterologe, glaubt, dass in Österreich noch viel getan werden muss, um die Versorgung von Rheumapatienten vor allem außerhalb der großen Städte sicherzustellen.

 

Gibt es genug Rheumatologen in Österreich, Herr Dr. Puchner?

Wir glauben, dass wir auf einen Engpass zusteuern und bald viel mehr junge Rheumatologen in Österreich nötig sein werden – vor allem in den Bundesländern und ländlichen Regionen. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass zumindest ein Rheumatologe auf etwa 50.000 Einwohner sinnvoll wäre. Nun gibt es zwar in Österreich etwas mehr als 200 Internisten mit dem Additivfach Rheumatologie, aber viele davon arbeiten nur einen Teil ihrer Zeit mit Rheumakranken.

 

Woran liegt das?
Die Gründe sind vielfältig. Für manche ist die Rheumatologie nur ein kleiner Teil ihrer klinischen Tätigkeit, andere arbeiten altersbedingt weniger. Der Hauptgrund ist jedoch, dass die meisten niedergelassenen Rheumatologen auch internistisch tätig sind bzw. auch sein müssen, weil die Betreuung von Rheumakranken allein nicht wirtschaftlich genug ist. Denn obwohl die Diagnose und Behandlung von Rheuma sehr komplex und zeitaufwändig ist, wird sie von den Krankenkassen nicht ausreichend abgegolten. Das muss sich schnell ändern, damit die Versorgungssituation überall in sinnvollem Umfang gewährleistet bleiben kann.

 

Sie stellen bald eine Studie vor, die aufzeigt, wie gut Österreich mit Rheumatologen versorgt ist. Können Sie schon einige Ergebnisse verraten?
Diese Studie trägt erstmals der Tatsache Rechnung, dass kaum ein Rheumatologe sich Vollzeit der Behandlung von Rheuma widmen kann. Deshalb dient ein Vollzeitäquivalent als Basis. So wird erstmals wirklich sichtbar, wie gut oder schlecht die Versorgungssituation ist. In Wien und Niederösterreich ist sie beispielsweise mit einem Rheumatologen auf 40.000 beziehungsweise 57.000 Einwohner noch sehr gut. Aber in Tirol oder dem Burgenland schnellen diese Werte auf 1 zu 74.000 oder gar 1 zu 234.000 hoch und zeigen klar, dass die Menschen dort mehr rheumatologisch tätige Ärzte bräuchten.

 

Was müsste man tun, um diese Situation zu verbessern?
Es muss attraktiver werden, eine Praxis für Rheumatologie zu eröffnen. Das gelingt aber nur, wenn es auch für Kassenärzten eine Verrechnungsposition für rheumatologische Diagnose, Therapieeinstellung und Überwachung gibt. Wir haben hier gemeinsam mit den Sozialversicherungsträgern in Oberösterreich schon einen ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Rheumatologen bekommen pro Patient und Quartal 65 Euro. Allerdings ist diese Maßnahme leider lediglich auf die ersten 7 % aller Patienten limitiert.

 

Wie ist die Lage in anderen Ländern? Gibt es dort Modelle, die besser funktionieren?
Deutschland hat das in den letzten Jahren besser gemacht. Dort ist es beispielsweise möglich, dass sich Rheumatologen in Gruppenpraxen zusammenschließen. Das minimiert das medizinische wie das wirtschaftliche Risiko einer Praxisneugründung. Diese und andere Maßnahmen haben dazu geführt, dass in Deutschland 70 % der Rheumatologen im niedergelassenen Bereich arbeiten. In Österreich arbeitet dagegen nur etwa ein Drittel selbständig.

 

Hätte es nicht einen volkswirtschaftlichen Vorteil, wenn Rheuma früher diagnostiziert und behandelt würde?
Absolut. Um die Krankheit zum Stillstand zu bringen oder ihre Aktivität zu reduzieren, ist eine rasche Diagnose und Therapie entscheidend. Bei der rheumatoiden Arthritis sind die Chancen auf einen gutartigen und beschwerdearmen Verlauf bei einem Behandlungsbeginn innerhalb von drei Monaten nach Auftreten der ersten typischen Symptome am besten. Eine höhere Verfügbarkeit von Rheumatologen zeigt hier besonders positive Effekte. Wir konnten das mit der Einführung einer Akutbegutachtungssprechstunde in Oberösterreich zeigen. Vor der Einführung präsentierten sich lediglich 16,6 % der Patienten innerhalb von drei Monaten seit Symptombeginn beim Rheumatologen. Nach Einführung waren es 43 %.

 

Wie sieht es generell mit den Wartezeiten auf einen Termin beim Rheumatologen aus?
Wie schon angedeutet, sind die Wartezeiten noch zu lange. Es gibt vor allem außerhalb der großen Städte zu wenige Rheumatologen und diese müssen sich oft auch anderen Krankheitsbildern widmen. Aber das Problem zu später Diagnosen ließe sich auch über eine verstärkte Kooperation mit den Allgemeinmedizinern verbessern. Daher arbeiten wir seit geraumer Zeit vermehrt an einer Optimierung der Zusammenarbeit, damit die internistischen Rheumatologen so früh wie möglich in die Diagnose bei Beschwerden des Bewegungs- und Stützapparats eigebunden werden.

 

Damit sich die genannten Probleme in Österreich lösen lassen, müssen nicht nur die strukturellen Rahmenbedingungen passen. Es müssen sich auch wieder mehr junge Medizinerinnen und Mediziner für Ihr Fach begeistern. Wie überzeugen Sie sie?
Indem wir noch mehr nach außen tragen, was für ein unglaublich interessantes und zukunftsfähiges Fach die Rheumatologie ist. Ich habe mit der Rheumatologie begonnen, als es nur sehr wenige Medikamente gegen Rheuma gab. Damals hätten wir uns nie träumen lassen, welche therapeutischen Möglichkeiten es durch die Biologika heute gibt. Für mich war es eines der drei wirklich einschneidenden Erlebnisse meines Medizinerlebens, als es gelang, eine entzündliche Gelenkerkrankung wirklich zum Stillstand zu bringen. Ich bin fest überzeugt, dass gerade unser Fachbereich auch für die nächste Generation an Medizinern noch viele weitere solcher Momente bereit hält. Deswegen haben wir heuer als Nachwuchsförderung erstmalig eine Rheuma Summer School für rheumatologisch interessierte Medizinstudenten und -studentinnen höherer Semester ins Leben gerufen – mit großem Erfolg.

 

Herr Dr. Puchner, vielen Dank für das Gespräch!

Präsident

Dr. Rudolf Puchner, MSc MBA

Tel: +43 (0)7242 70625
rudolf.puchner@cc-net.at

 

Geschäftsführerin

OÄ Dr. Judith Sautner

Landesklinikum Weinviertel Stockerau
2. Med. Abteilung
Landstraße 18
2000 Stockerau
Tel: +43 (0)2266 9004 22851
Fax: +43 (0)2266 9004 49818
judith.sautner90@gmail.com

 

1. Vizepräsident („Past-President“)

Univ.-Prof. Dr. Klaus Machold

Universitätsklinik Innere Medizin III
Klin. Abt. f. Rheumatologie
Währinger Gürtel 18-20
1090 Wien
Tel: +43 (0)1 40400 43590
Fax: +43 (0)1 40400 43060
klaus.machold@meduniwien.ac.at

 

2. Vizepräsident

ao. Univ.-Prof. Dr. Kurt Redlich

Universitätsklinik Innere Medizin III
Klin. Abt. f. Rheumatologie
Währinger Gürtel 18-20
1090 Wien
+43 (0)1 40400 4300
kurt.redlich@meduniwien.ac.at

 

Finanzreferentin

Prim. Priv.-Doz. Dr. Valerie Nell-Duxneuner

Klinikum Peterhof
Sauerhofstrasse 9-13
A-2500 Baden
valerie.nell-duxneuner@noegkk.at

 

Leiter der medizinisch-wissenschaftlichen Sektion

Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr. Christian Dejaco, Ph.D., MBA

Dienst für Rheumatologie | Servizio di reumatologia
Südtiroler Sanitätsbetrieb | Azienda Sanitaria dell'Alto Adige
Krankenhaus Bruneck | Ospedale di Brunico
39031 Bruneck | Brunico (ITA)
und
Medizinische Universität Graz
8036 Graz (Ö)
Tel.: +39-0474-581862
christian.dejaco@sabes.it

 

Leiter der medizinisch-sozialbetreuenden Sektion

Univ.-Doz. Dr. Johann Gruber

Universitätsklinik für Innere Medizin II
Rheumatologie
Anichstraße 35
6020 Innsbruck
Tel: +43 (0)512 504 80382
Fax: +43 (0)512 504 6780382
johann.gruber@i-med.ac.at

 

Leiter der Berufsständischen Sektion

Univ.-Doz Dr. Herwig Pieringer

AKH Linz
Interne 2
Krankenhausstr 9
4020 Linz
Tel: +43 (0)732 7806 0
herwig.pieringer@akh.linz.at

 

Leiterin der Sektion für Kooperationen

Prim. Dr. Monika Mustak-Blagusz

SKA Rehabilitationszentrum Gröbming
Hofmanning 214
8962 Gröbming
Tel: +43 (0)3685 22323 0
monika.mustak@rheuma-internistin.at
www.rheuma-internistin.at

 

Vorstandsmitglied

DDr. Christina Duftner

Universitätsklinik für Innere Medizin II
Rheumatologie
Anichstraße 35
6020 Innsbruck
christina.duftner@gmx.at

 

Vorstandsmitglied

Dr. Wolfgang Halder

Abt. f. Innere Medizin
LKH Hochzirl
6170 Zirl
Tel: +43 (0)5238 501
wolfgang.halder@tirol-kliniken.at

 

Vorstandsmitglied

Priv.-Doz. OA Dr. Josef Hermann

Abteilung für Rheumatologie und Immunologie
Universitätsklinik für Innere Medizin
Auenbruggerplatz 15
8036 Graz
Tel: +43 (0)316 385 17779
Fax: +43 (0)316 385 17813
josef.hermann@medunigraz.at

 

Vorstandsmitglied

Priv.-Doz. Dr. Jochen Zwerina

1. Medizinische Abteilung und
Ludwig Boltzmann Institut für Osteologie
Hanusch Krankenhaus
Heinrich-Collin-Str. 30
1140 Wien
Tel: +43 (0)1 91021 85730
jochen.zwerina@osteologie.at

 

Krankenhaus Hietzing

Dr. Jutta Stieger

2. Med. Abteilung, Pav. 3A
Wolkersbergenstrasse 1
1130 Wien
jutta.stieger@gmx.at
jutta.stieger@wienkav.at (wieder ab Jänner 2016, derzeit in Karenz)

Österreichische Gesellschaft für Physikalische Medizin

Univ. Doz. Dr. Erich Mur

Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation
Anichstr. 35
6020 Innsbruck
Tel: +43 (0)512 504 81416
Tel: +43 (0)512 504 23370
Fax: +43 (0)512 504 23370
erich.mur@i-med.ac.at

Österreichische Gesellschaft für Orthopädie

Prim. Dr. Peter Zenz

Orthop. Zentrum OWS
Sanatoriumstraße 2
1140 Wien
Tel: +43 (0)1 91060 43008
Fax: +43 (0)1 91060 43009
peter.zenz@wienkav.at

SMZ Süd - Kaiser-Franz-Josef-Spital

OA Dr. Bernhard Duhm

2. Medizinische Abteilung mit Rheumatologie und Osteologie sowie Akutgeriatrie
Kundratstraße 3
1100 Wien

Wilhelminenspital Wien, 5. Med. Abt.

OÄ Dr. Jeanette Wolf

5. Medizinische Abteilung mit Rheumatologie, Stoffwechselerkrankungen und Rehabilitation
Wilhelminenspital der Stadt Wien
Montleartstraße 37
1160 Wien
Tel: +43 (0)1 49150 2508
Fax: +43 (0)1 49150 2509
jeanette.wolf@wienkav.at

Arbeitskreis „Rheumatische Erkrankungen im Alter“

Dr. Wolfgang Halder

Abt. f. Innere Med.
LKH Hochzirl
6170 Zirl
Tel: +43 (0)5238 501
wolfgang.halder@tilak.at

Arbeitskreis „Epidemiologie in der Rheumatologie“ und Arbeitskreis „Rehabilitation in der Rheumatologie“

derzeit nicht besetzt

Sekretariat, c/o Fr. Michaela Lederer
Boerhaavegasse 3/1/2
1030 Wien
Tel.: +43 (1) 803 98 80
office@rheumatologie.at

Arbeitskreis „Medikamentöse Therapie rheumatologischer Erkrankungen“

OÄ Dr. Andrea Studnicka-Benke

Rheumaambulanz
Universitätsklinik für Innere Medizin III
Paracelsus Medizinische Privatuniversität
2. Medizinische Abteilung
Landeskrankenhaus Salzburg
Müllner Hauptstr. 48
5020 Salzburg
Tel. +43 (0)662 4482 4112
a.studnicka-benke@salk.at

Statuten des ÖGR

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Bisherige Präsidenten
1949-1972: Univ.-Prof. Dr. K. Gotsch
1973: Dr. Schindler
1974: Prof. DDr. E. Borkenstein
1974-1978: Univ.-Prof. Dr. C. Steffen
1978-1982: Univ.-Prof. Dr. R. Günther
1982-1986: Prof. Dr. N. Thumb
1986-1990: Prof. Dr. R. Eberl
1990-1992: Prof. Dr. G. Klein
1992-1994: Univ.-Doz. Dr. Karl Chlud
1994-1996: Prof. Dr. G. Kolarz
1996-1998: Prim. Dr. W. Siegmeth
1998-2000: Prim. Doz. Dr. F. Rainer
2000-2002: Prim. Prof. Dr. H. Bröll
2002-2004: Prim. Doz. Dr. A. Dunky
2004-2006: Prim. Univ.-Prof. Dr. J. Smolen
2006-2008: Prim. Univ.-Prof. Dr. W. Graninger
2008-2010: Prim. Priv.-Doz. Dr. B. Leeb
2010-2012: ao. Univ.-Prof. DDr. Manfred Herold
2012-2014: Prim. Dr. Gabriele Eberl MBA
2014-2016: Univ.-Prof. Dr. Klaus Machold
Ehrenmitglieder

Ehrenmitglieder können Personen werden, die sich besondere Verdienste um die Rheumatologie erworben haben.


1953:Prof. Dr. Jarlow, vestorben
1953:Prof. Dr. Nonnenbruch, vestorben
1976:MR Prof. Dr. Wilhelm Freiherr von Blumencron, verstorben 1984
1978:HR Prof. DDr. E. Borkenstein, Leoben, verstorben
1978:Prof. Dr. H. Mathies, D-Abbach-Pesing
1978:Prof. Dr. Klaus Mielke, D-Wiesbaden, verstorben 2009
1982:Prof. Dr. Sitay, Piestany, verstorben
1987:Prof. Dr. Stöber, Wimsbach-Neydharting, verstorben
1988:Prof. Dr. C. Steffen, Wien, verstorben 1989
Prof. DDr. h.c. Hans Jesserer, Wien, verstorben 1999
1989:Prof. Dr. Schilling, D-Mainz
Prof. Dr. Trnavsky, Prag
1992:Prof. Dr. F. Wagenhäuser, verstorben 1999
1993:Prof. Dr. Eberl, Wien, verstorben 2006
Prof. Dr. Hans Georg Fassbender, D-Mainz
Prof. Dr. Béla Gömör, H-Budapest
1995:Prof. Dr. Schattenkirchner, D-München
1999:Prof. Dr. Gernot Kolarz, Baden
Prof. Dr. Henning Zeidler, Deutschland
2009:Prof. Dr. Gert Klein, Graz