Interview mit PD Dr. Christina Duftner, PhD
Die ÖGR im Gespräch mit PD Dr. Christina Duftner, PhD, der Gründerin des neuen ÖGR Arbeitskreises „FAIR“

Sehr geehrte Frau Duftner,

Sie haben den neuen ÖGR Arbeitskreis FAIR (Female Advancement In Rheumatology) gegründet.

Worin genau besteht die Notwendigkeit für diesen Arbeitskreis?


In der Rheumatologie Österreichs können wir, genau wie in anderen Fachdisziplinen der Medizin, das Phänomen der „gläsernen Decke“ beobachten – nur vereinzelte rheumatologisch tätige Kolleginnen können eine Habilitation vorweisen oder nehmen eine Führungsposition ein. Gezielte Maßnahmen sind daher notwendig, um diesem Trend aktiv entgegenzuwirken.


Welche Ziele haben Sie sich für den Arbeitskreis gesteckt?


Für den beruflichen Erfolg ist nicht allein die fachliche Qualifikation ausschlaggebend, sondern auch fördernde und unterstützende Beziehungen maßgebend. Daher gilt Mentoring als bewährtes Instrument von Karriereförderung. Neben der Etablierung eines Mentoring-Programms möchten wir mit jährlichen Weiterbildungsangeboten nicht nur Fachkompetenz vermitteln, sondern auch einen Rahmen zur Förderung von Netzwerken bieten. Zudem streben wir die Etablierung von gezielten ÖGR Frauenförderungs-Preisen an, um gezielt wissenschaftliche Frauenkarrieren und den Wiedereinstieg nach Karenz zu fördern. Zudem sind Umfragen zum Ist-Zustand und eine Bedarfserhebung geplant, um in Zukunft gezielter Maßnahmen zu setzen.

 

Welche Mitglieder hat der Arbeitskreis?

 

Wir sind eine bunt zusammengewürfelte Gruppe aus habilitierten RheumatologInnen der österreichischen Medizinischen Universitäten sowie KollegInnen mit Leitungsfunktionen in Österreich und Südtirol. Besonders freut uns, dass wir Frau Univ.-Prof. Dr. Margerethe Hochleitner, Professorin für Gender Medizin der MUI, eine Vorreiterin im Frauenempowerment mit großer Expertise in der Etablierung von Mentoring-Programmen für die Mitarbeit an unserem Arbeitskreis gewinnen konnten. Ebenfalls war es uns sehr wichtig, dass nicht nur Frauen im Arbeitskreis vertreten sind, sondern auch die männliche Sichtweise durch 2 führungserfahrene Kollegen mit Herrn Prim. Univ.-Prof. Dr. K. Redlich und Herrn Assoz. Prof. PD Dr. C. Dejaco, PhD/MBA im Arbeitskreis vertreten sind.
Wie auch bei anderen Arbeitskreisen der ÖGR, soll bei der FAIR-Task-Force die Arbeitskreisleitung alle 2 Jahre rotieren, um zu gewährleisten, dass die verschiedenen Interessensbereiche der Gruppe ausgeglichen repräsentiert sind.

 

Zu Ihnen persönlich:
Wo sind Sie beschäftigt?

 

Ich arbeite an der Universitätsklinik f. Innere Medizin II (Infektiologie, Immunologie, Tropenmedizin, Rheumatologie, Pneumologie) der MUI/Tirol Kliniken unter Herrn o.-Univ.-Prof. Dr. G. Weiss.

 

Wie sind Sie zu diesem Thema gekommen?

 

Vor allem aus persönlichen Erfahrungen - als Mutter von 4 Kindern und sehr großem wissenschaftlichen Interesse war und bin ich ständig mit der Herausforderung konfrontiert, Familie und die Umsetzung beruflicher Ziele sowie wissenschaftlicher Projekte unter „einen Hut“ zu bringen. Mir ist es ein großes Anliegen, Frauen in der Karriereentwicklung zu unterstützen und rheumatologisch tätige Kolleginnen liegen mir da natürlich besonders am Herzen. Zum Ziel der „Gleichwertigkeit“ ist eine „Gleichbehandlung“ nicht ausreichend, es müssen gezielte Maßnahmen zur konkreten Verwirklichung unserer Ziele gesetzt werden. In der Rheumatologie gibt es diesbzgl. wie bereits ausgeführt sehr großen Nachholbedarf.

 

Die ÖGR wünscht Ihnen viel Erfolg für die Arbeit im neuen Arbeitskreis!

 

Die ÖGR im Gespräch mit PD Dr. Christina Duftner, PhD, der Gründerin des neuen ÖGR Arbeitskreises „FAIR“

Sehr geehrte Frau Duftner,

Sie haben den neuen ÖGR Arbeitskreis FAIR (Female Advancement In Rheumatology) gegründet.

Worin genau besteht die Notwendigkeit für diesen Arbeitskreis?


In der Rheumatologie Österreichs können wir, genau wie in anderen Fachdisziplinen der Medizin, das Phänomen der „gläsernen Decke“ beobachten – nur vereinzelte rheumatologisch tätige Kolleginnen können eine Habilitation vorweisen oder nehmen eine Führungsposition ein. Gezielte Maßnahmen sind daher notwendig, um diesem Trend aktiv entgegenzuwirken.


Welche Ziele haben Sie sich für den Arbeitskreis gesteckt?


Für den beruflichen Erfolg ist nicht allein die fachliche Qualifikation ausschlaggebend, sondern auch fördernde und unterstützende Beziehungen maßgebend. Daher gilt Mentoring als bewährtes Instrument von Karriereförderung. Neben der Etablierung eines Mentoring-Programms möchten wir mit jährlichen Weiterbildungsangeboten nicht nur Fachkompetenz vermitteln, sondern auch einen Rahmen zur Förderung von Netzwerken bieten. Zudem streben wir die Etablierung von gezielten ÖGR Frauenförderungs-Preisen an, um gezielt wissenschaftliche Frauenkarrieren und den Wiedereinstieg nach Karenz zu fördern. Zudem sind Umfragen zum Ist-Zustand und eine Bedarfserhebung geplant, um in Zukunft gezielter Maßnahmen zu setzen.

 

Welche Mitglieder hat der Arbeitskreis?

 

Wir sind eine bunt zusammengewürfelte Gruppe aus habilitierten RheumatologInnen der österreichischen Medizinischen Universitäten sowie KollegInnen mit Leitungsfunktionen in Österreich und Südtirol. Besonders freut uns, dass wir Frau Univ.-Prof. Dr. Margerethe Hochleitner, Professorin für Gender Medizin der MUI, eine Vorreiterin im Frauenempowerment mit großer Expertise in der Etablierung von Mentoring-Programmen für die Mitarbeit an unserem Arbeitskreis gewinnen konnten. Ebenfalls war es uns sehr wichtig, dass nicht nur Frauen im Arbeitskreis vertreten sind, sondern auch die männliche Sichtweise durch 2 führungserfahrene Kollegen mit Herrn Prim. Univ.-Prof. Dr. K. Redlich und Herrn Assoz. Prof. PD Dr. C. Dejaco, PhD/MBA im Arbeitskreis vertreten sind.
Wie auch bei anderen Arbeitskreisen der ÖGR, soll bei der FAIR-Task-Force die Arbeitskreisleitung alle 2 Jahre rotieren, um zu gewährleisten, dass die verschiedenen Interessensbereiche der Gruppe ausgeglichen repräsentiert sind.

 

Zu Ihnen persönlich:
Wo sind Sie beschäftigt?

 

Ich arbeite an der Universitätsklinik f. Innere Medizin II (Infektiologie, Immunologie, Tropenmedizin, Rheumatologie, Pneumologie) der MUI/Tirol Kliniken unter Herrn o.-Univ.-Prof. Dr. G. Weiss.

 

Wie sind Sie zu diesem Thema gekommen?

 

Vor allem aus persönlichen Erfahrungen - als Mutter von 4 Kindern und sehr großem wissenschaftlichen Interesse war und bin ich ständig mit der Herausforderung konfrontiert, Familie und die Umsetzung beruflicher Ziele sowie wissenschaftlicher Projekte unter „einen Hut“ zu bringen. Mir ist es ein großes Anliegen, Frauen in der Karriereentwicklung zu unterstützen und rheumatologisch tätige Kolleginnen liegen mir da natürlich besonders am Herzen. Zum Ziel der „Gleichwertigkeit“ ist eine „Gleichbehandlung“ nicht ausreichend, es müssen gezielte Maßnahmen zur konkreten Verwirklichung unserer Ziele gesetzt werden. In der Rheumatologie gibt es diesbzgl. wie bereits ausgeführt sehr großen Nachholbedarf.

 

Die ÖGR wünscht Ihnen viel Erfolg für die Arbeit im neuen Arbeitskreis!