Weiterbildung Rheuma Neu!

Weiterbildung Rheumaberatung für Gesundheitsberufe!

Gesundheitsberufe sind in der Versorgung von RheumapatientInnen nicht mehr wegzudenken. Assessments, Schulung von Medikamentenselbstverabreichungen und Beratung hinsichtlich Selbstmanagement der Erkrankung im Alltag und dem Einsatz von Hilfsmittel sind nur einige der Aufgaben, welche Angehörige der Gesundheitsberufe im Praxisalltag übernehmen.

 

In Weiterentwicklung einer Initiative zur Rheumafortbildung für Gesundheitsberufe, die 2013/14 durch Dr. Michaela Stoffer, ao.Univ.Prof. Dr. Kurt Redlich und Univ. Prof. Dr. Tanja Stamm in Wien gestartet wurde, konnte nunmehr auch eine vom Gesundheitsministerium anerkannte Weiterbildung im Westen Österreichs etabliert werden.

 

In einem Kooperationsprojet des Ausbildungszentrums West, der Medizinischen Universität Innsbruck und des Südtiroler Sanitätsbetriebes erfolgt unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ. Doz. Dr. Johann Gruber, PD Dr. Christina Duftner, Prof. Dr. Erich Mur und Assoz .Prof. Dr. Christian Dejaco in Zusammenarbeit mit der ÖGRG die erste Weiterbildung „Rheumaberatung für Gesundheitsberufe“ im Westen Österreichs.

 

Diese „Weiterbildung“ umfasst 160 Unterrichtseinheiten und schließt mit einem Zeugnis, dass vom Gesundheitsministerium anerkannt wird. AbsolventInnen der Weiterbildung sind berechtigt, die Zusatzbezeichnung „Rheumaberatung“ zu führen (§64 des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes).

 

Die Weiterbildung findet derzeit in Innsbruck und Brixen statt und besteht aus medizinisch wissenschaftlichen Themen, fachspezifischen Vorlesungen der Gesundheits- und Krankenpflege und interdisziplinären Themen.

 

Die Ausbildung zur Rheumaberatung soll Angehörige der Gesundheitsberufe befähigen, im Arbeitsbereich des "modernen Rheumamanagement" pflegerisch-therapeutische Interventionen in Absprache mit dem Behandlungsteam zu setzen, evidenzbasiert zu gestalten, zu evaluieren und das erlangte Wissen in den gesamten Behandlungs-/Betreuungsprozess zu integrieren.

 

Für Absolventen des Kurses Rheumatologie, welcher bisher in Wien stattfand, kann ein Teil der Vorlesungsstunden für die Weiterbildung angerechnet werden. Die ÖGRG plant den Kurs Rheumatologie in Wien ebenfalls zur staatlich anerkannte „Weiterbildung“ auszubauen. Für weitere Informationen wenden Sie sich an Sylvia Taxer (sylvia.taxer@oegrg.at) oder Simone Luschin (simone.luschin@oegrg.at).

 

Weitere Informationen zur Weiterbildung finden Sie hier

Jahrestagung & Fachtagung
Jahrestagung & Fachtagung

ÖGRG Jahrestagung 2019

Im Rahmen des ÖGR Kongresses im Tech-Gate Vienna (Donau-City-Straße 1, 1220 Wien) findet die ÖGRG Jahrestagung am 29. November 2019, 13:00 - 13:30 Uhr statt.

 

Frühjahrstagung 2020 

24. - 25. April 2020, Krems

 

EULAR 2020

03. - 06. Juni 2020, Frankfurt

Kongresse
Kongresse

 Der jährliche EULAR (European Congress of Rheumatology) fand 2019 in Madrid statt. Erika Mosor hat seitens des ÖGRG am Kongress teilgenommen und rekapituliert in einem kurzen Bericht ihre Erfahrungen und Highlights des EULAR 2019. 

 

»In Vertretung von Sylvia Taxer, der Präsidentin der ÖGRG, habe ich heuer von 12. bis zum 15. Juni mit 14.000 anderen Health Professionals in der Rheumatologie (HPRs), PatientInnen, RheumatologInnen und GrundlagenforscherInnen aus mehr als 120 Ländern, den EULAR Kongress in Madrid besucht. Der Kongress deckt das gesamte Spektrum der rheumatischen und muskuloskelettalen Erkrankungen (RMDs) ab. Im Mittelpunkt stehen wie jedes Jahr neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Behandlungsmöglichkeiten sowie Auswirkungen, Belastungen und Kosten von RMDs für den Einzelnen und die Gesellschaft. Der Kongress umfasst Vorträge, grundlagenwissenschaftliche und klinische Symposien, Abstract-Sessions, Präsentationen und Diskussionen zu relevanten Themen der Rheumatologie, sowie unzählige Workshops und Sitzungen von Studiengruppen. Eine einzigartige Möglichkeit zum interdisziplinären Austausch von wissenschaftlichem, klinischem und patientInnenorientiertem Wissen!
In Vertretung der ÖGRG habe ich im Rahmen zahlreicher Meetings, Sitzungen und Aktivitäten über unsere nationalen Aktivitäten Bericht erstattet, PatientInnen und Angehörige unterschiedlicher Gesundheitsberufe getroffen und neue Kontakte geknüpft.
Wie jedes Jahr, war das Kongressprogramm sehr vielseitig. Aus über 4.900 (!) Abstract-Einreichungen wurden 45% für Präsentationen und weitere 30% für die Veröffentlichung akzeptiert. Mehr als 350 Abstracts wurden in insgesamt 125 Sessions mündlich präsentiert. Über die drei Kongresstage verteilt, waren 2236 Poster ausgestellt. Wer mehr über das Programm der Health Professionals erfahren will, findet hier einen Kurzbericht.


Der nächste EULAR Kongress findet 2020, in der Zeit vom 3. bis 6. Juni 2020 in Frankfurt, Deutschland statt. Falls Ihr Interesse habt selbst einmal daran teilzunehmen, dann reicht doch ein Abstract ein. Diejenigen, deren Abstracts für eine mündliche Präsentation oder eine Posterpräsentation ausgewählt werden, können finanzielle Unterstützung, ein sogenanntes Travel Bursary, beantragen.
Nähere Informationen finden Sie unter: https://www.eular.org/edu_travel_bursaries_hp.cfm«

Rückblick ÖGRG Frühjahrstagung 2019
Rückblick: das war die ÖGRG Tagung 2019!

Die heurige ÖGRG Tagung fand vom 10. bis 11. Mai 2019 im Hotel Sandwirth in Klagenfurt am Wörthersee statt und stand ganz unter dem Motto „Interdisziplinäre Betreuung von RheumapatientInnen“. Das Motto spiegelte sich auch bei den über 40 TeilnehmerInnen der Tagung wider: ÄrztInnen, diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, ErgotherapeutInnen, PhysiotherapeutInnen und PsychologInnen bearbeiteten im Rahmen von Workshops unterschiedliche Fragestellungen zu einer (verbesserten) interdisziplinären Betreuung von RheumapatientInnen oder erhielten wissenswerte Informationen im Zuge von Kurzvorträgen.


Tag 1 der ÖGRG Tagung:


Nach dem Come-Together und der Eröffnung der Tagung durch Simone Luschin (Past president), startete der erste Workshop zum Thema einer interdisziplinären Betreuung aus Sicht einer RA Patientin. Frau Schaffer, Präsidentin der österreichischen Rheumaliga, schilderte eindrucksvoll von unterschiedlichsten Aspekten eines Lebens mit RA. Frau Schaffer betonte, wie wichtig die Zusammenarbeit mit allen ÄrztInnen und TherapeutInnen für ein gutes Leben mit der Erkrankung ist. Im Zuge dessen wurde darauf hingewiesen, dass es PatientInnen braucht, die gut informiert sind („Wissen macht stark“). Der Austausch mit Betroffenen ist für sie eines der wichtigsten Dinge. PatientInnen müssen auch ihr Leben verändern und Eigenverantwortung übernehmen. Weitere Informationen zu diesem Workshop gibt es hier.


Danach erzählte Dr. Christoph Strehblow, dass sich die Rheumatologie gut entwickelt hat: Medikamente haben sich verbessert, es gibt zahlreiche Forschungsaktivitäten, über die letzten 20 Jahre ist die durchschnittliche Krankheitsaktivität deutlich zurückgegangen. Ziel der heutigen Behandlung ist die Remission, allerdings schaffen dies nur wenige Betroffene. Obwohl die Behandlung immer besser wird, geben viele PatientInnen noch immer sehr starke Schmerzen an. Innerhalb des Vortrages wurde die Studie „RA matters“ vorgestellt, die seitens EULAR die Empfehlungen für eine Zusammenarbeit in der Pflege beinhaltet.
Trotz massiver Fortschritte in der medikamentösen Therapie rheumatischer Erkrankungen besteht die Notwendigkeit, die Gesamtheit der Beschwerden der PatientInnen zu adressieren. Die Zusammenarbeit muss optimiert werden, wobei ein effektiver Ressourceneinsatz unumgänglich ist, da die Anzahl der RheumatologInnen nicht dem Zuwachs der Bevölkerung entsprechend wird. Weitere Informationen zu diesem Workshop gibt es hier.

 

Nach den beiden Vorträgen wurde den TagungsteilnehmerInnen die Plattform SELPERS vorgestellt. SELPERS ist eine Informationsplattform für RA PatientInnen. SELPERS ist eine Hilfe zur Selbsthilfe und beinhaltet zahlreiche Online-Kurse für Betroffene. Die Kurse auf der Plattform werden in gemeinsamer Zusammenarbeit mit ÄrztInnen und PatientInnen entwickelt. Zusätzlich werden interaktive Visualisierungen eingesetzt. Darüber hinaus erhalten PatientInnen auch praktische Tipps. PatientInnen müssen sich nicht registrieren und können frei nach unterschiedlichen Themen suchen. Hier geht es zur Plattform: https://selpers.com/

 

Der erste Tag wurde von einem Workshop abgeschlossen, der darauf abzielte, die Öffentlichkeitsarbeit der ÖGRG weiter auszubauen. Die TeilnehmerInnen hatten im Zuge eines World Cafès die Möglichkeit, anzuführen, auf welche Art und Weise sie welche Informationen zu welchen Zeitpunkten erhalten wollen. Die Ergebnisse dieses Workshops werden vom ÖGRG Vorstand dafür verwendet, die Kommunikation mit den Mitgliedern weiter zu verbessern.

 

Tag 2 der ÖGRG Tagung:


Der zweite Tag der ÖGRG Frühjahrstagung startete mit einem kurzen Vortrag von Erika Mosor (President elect) mit dem Titel „Wissenschaft schafft Wissen – und wer mit Wissen schafft, wendet Wissenschaft an!“ Wie kann es uns gelingen vorhandenes Wissen bestmöglich in unsere klinische Arbeit einfließen zu lassen? Erika Mosor sprach über die Bedeutung und den Wert evidenzbasierter Praxis (EBP) für PatientInnen, Angehörige von unterschiedlichen Gesundheitsberufen und das Gesundheitssystem. Sie beschrieb die einzelnen Schritte des EBP-Prozesses und mögliche Barrieren für die Durchführung im Arbeitsalltag, wie zum Beispiel fehlende Fähigkeiten Forschungsergebnisse zu suchen, zu lesen und kritisch zu bewerten, geringe Unterstützung seitens des Arbeitgebers und/oder KollegInnen, oder schlichtweg nicht genügend Zeit zu haben. Um trotzdem evidenzbasiert zu arbeiten, könnten bereits vorhandene Leitlinien (EULAR Recommendations) für das Management unterschiedlicher rheumatischer und muskuloskelettaler Krankheiten (RMDs) verwendet werden. Diese fassen aktuelle Evidenzen in Bezug auf Prävention, Diagnostik, Therapie, Prognosen und Nebenwirkungen zu einem bestimmten Krankheitsbild zusammen und können von der EULAR Homepage heruntergeladen werden (https://www.eular.org ). Die Folien zur Präsentation, um mit Wissen zu schaffen und Wissenschaft anzuwenden gibt es hier: PDF

 

Weiter ging es mit dem Workshop „Die Kraft der Positiven Kommunikation“. Im Zentrum des sehr praxisbezogenen Workshops unter der Leitung von Herrn Kaltenbrunner und Herrn Schmelzle stand die Wirkung der positiven Formulierungen im Gespräch mit PatientInnnen. Die bewusste Entscheidung der positiven Kommunikation in dem Health Professionals – PatientInnen Gespräch prägt nicht nur die eigene Gedankenwelt. Kleine positive Signale sorgen für Optimismus. Unsere Worte bestimmen auch unsere Wahrnehmung und entscheiden folgend mit über Erfolg und Misserfolg. Die Experten der Firma HIKINGDAYS erweckten durch ihren gezielten Einsatz von positiven Elementen bei den WorkshopteilnehmerInnen große Begeisterung und Freude – die positive Wirkung war unmittelbar spürbar. Hier geht’s zu HIKINGDAYS: https://www.hikingdays.com/de

 

Der letzte Programmpunkt der diesjährigen ÖGRG Frühjahrstagung widmete sich dem Thema Placebo – Nocebo. Wir durften Prof. Dr Seven Benson als Vortragenden begrüßen - Professor für Medizinische Psychologie am Universitätsklinikum Essen. Nach einer Berufsausbildung zum Krankenpfleger studierte er Psychologie an der Universität Trier. Einen übergreifenden Schwerpunkt seiner Forschungsinteressen bildet die Schmerzforschung. Er befasst sich mit den Auswirkungen von systemischen Entzündungsprozessen und negativen Emotionen auf Schmerz. Zum anderen geht er der Frage nach, wie Schmerz und körperliche Symptome durch Placebo- und Nocebo-Effekte beeinflusst werden. Die therapeutische Relevanz der Placebo- und Noceboeffekte steht durch aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse außer Frage. Dennoch hat die genaue Analyse dieser Effekte erst in jüngster Zeit begonnen und steckt noch in den Kinderschuhen. Ein sehr dynamischer Vortrag löste großes Interesse dieses „Phänomens“ aus. Weitere Informationen zu diesem Workshop gibt es hier: PDF

 

Außerdem finden Sie weitere Informationen zum Thema unter folgenden Links: http://www.placeboforschung.de/de/placebo-nocebo und https://www.uk-essen.de/medpsychologie/index.php/de/institut/team/36-mitarbeiter/59-sven-benson-prof-dr

Weiterbildung Rheumaberatung für Gesundheitsberufe!

Gesundheitsberufe sind in der Versorgung von RheumapatientInnen nicht mehr wegzudenken. Assessments, Schulung von Medikamentenselbstverabreichungen und Beratung hinsichtlich Selbstmanagement der Erkrankung im Alltag und dem Einsatz von Hilfsmittel sind nur einige der Aufgaben, welche Angehörige der Gesundheitsberufe im Praxisalltag übernehmen.

 

In Weiterentwicklung einer Initiative zur Rheumafortbildung für Gesundheitsberufe, die 2013/14 durch Dr. Michaela Stoffer, ao.Univ.Prof. Dr. Kurt Redlich und Univ. Prof. Dr. Tanja Stamm in Wien gestartet wurde, konnte nunmehr auch eine vom Gesundheitsministerium anerkannte Weiterbildung im Westen Österreichs etabliert werden.

 

In einem Kooperationsprojet des Ausbildungszentrums West, der Medizinischen Universität Innsbruck und des Südtiroler Sanitätsbetriebes erfolgt unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ. Doz. Dr. Johann Gruber, PD Dr. Christina Duftner, Prof. Dr. Erich Mur und Assoz .Prof. Dr. Christian Dejaco in Zusammenarbeit mit der ÖGRG die erste Weiterbildung „Rheumaberatung für Gesundheitsberufe“ im Westen Österreichs.

 

Diese „Weiterbildung“ umfasst 160 Unterrichtseinheiten und schließt mit einem Zeugnis, dass vom Gesundheitsministerium anerkannt wird. AbsolventInnen der Weiterbildung sind berechtigt, die Zusatzbezeichnung „Rheumaberatung“ zu führen (§64 des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes).

 

Die Weiterbildung findet derzeit in Innsbruck und Brixen statt und besteht aus medizinisch wissenschaftlichen Themen, fachspezifischen Vorlesungen der Gesundheits- und Krankenpflege und interdisziplinären Themen.

 

Die Ausbildung zur Rheumaberatung soll Angehörige der Gesundheitsberufe befähigen, im Arbeitsbereich des "modernen Rheumamanagement" pflegerisch-therapeutische Interventionen in Absprache mit dem Behandlungsteam zu setzen, evidenzbasiert zu gestalten, zu evaluieren und das erlangte Wissen in den gesamten Behandlungs-/Betreuungsprozess zu integrieren.

 

Für Absolventen des Kurses Rheumatologie, welcher bisher in Wien stattfand, kann ein Teil der Vorlesungsstunden für die Weiterbildung angerechnet werden. Die ÖGRG plant den Kurs Rheumatologie in Wien ebenfalls zur staatlich anerkannte „Weiterbildung“ auszubauen. Für weitere Informationen wenden Sie sich an Sylvia Taxer (sylvia.taxer@oegrg.at) oder Simone Luschin (simone.luschin@oegrg.at).

 

Weitere Informationen zur Weiterbildung finden Sie hier

Jahrestagung & Fachtagung

ÖGRG Jahrestagung 2019

Im Rahmen des ÖGR Kongresses im Tech-Gate Vienna (Donau-City-Straße 1, 1220 Wien) findet die ÖGRG Jahrestagung am 29. November 2019, 13:00 - 13:30 Uhr statt.

 

Frühjahrstagung 2020 

24. - 25. April 2020, Krems

 

EULAR 2020

03. - 06. Juni 2020, Frankfurt

Kongresse

 Der jährliche EULAR (European Congress of Rheumatology) fand 2019 in Madrid statt. Erika Mosor hat seitens des ÖGRG am Kongress teilgenommen und rekapituliert in einem kurzen Bericht ihre Erfahrungen und Highlights des EULAR 2019. 

 

»In Vertretung von Sylvia Taxer, der Präsidentin der ÖGRG, habe ich heuer von 12. bis zum 15. Juni mit 14.000 anderen Health Professionals in der Rheumatologie (HPRs), PatientInnen, RheumatologInnen und GrundlagenforscherInnen aus mehr als 120 Ländern, den EULAR Kongress in Madrid besucht. Der Kongress deckt das gesamte Spektrum der rheumatischen und muskuloskelettalen Erkrankungen (RMDs) ab. Im Mittelpunkt stehen wie jedes Jahr neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Behandlungsmöglichkeiten sowie Auswirkungen, Belastungen und Kosten von RMDs für den Einzelnen und die Gesellschaft. Der Kongress umfasst Vorträge, grundlagenwissenschaftliche und klinische Symposien, Abstract-Sessions, Präsentationen und Diskussionen zu relevanten Themen der Rheumatologie, sowie unzählige Workshops und Sitzungen von Studiengruppen. Eine einzigartige Möglichkeit zum interdisziplinären Austausch von wissenschaftlichem, klinischem und patientInnenorientiertem Wissen!
In Vertretung der ÖGRG habe ich im Rahmen zahlreicher Meetings, Sitzungen und Aktivitäten über unsere nationalen Aktivitäten Bericht erstattet, PatientInnen und Angehörige unterschiedlicher Gesundheitsberufe getroffen und neue Kontakte geknüpft.
Wie jedes Jahr, war das Kongressprogramm sehr vielseitig. Aus über 4.900 (!) Abstract-Einreichungen wurden 45% für Präsentationen und weitere 30% für die Veröffentlichung akzeptiert. Mehr als 350 Abstracts wurden in insgesamt 125 Sessions mündlich präsentiert. Über die drei Kongresstage verteilt, waren 2236 Poster ausgestellt. Wer mehr über das Programm der Health Professionals erfahren will, findet hier einen Kurzbericht.


Der nächste EULAR Kongress findet 2020, in der Zeit vom 3. bis 6. Juni 2020 in Frankfurt, Deutschland statt. Falls Ihr Interesse habt selbst einmal daran teilzunehmen, dann reicht doch ein Abstract ein. Diejenigen, deren Abstracts für eine mündliche Präsentation oder eine Posterpräsentation ausgewählt werden, können finanzielle Unterstützung, ein sogenanntes Travel Bursary, beantragen.
Nähere Informationen finden Sie unter: https://www.eular.org/edu_travel_bursaries_hp.cfm«

Rückblick: das war die ÖGRG Tagung 2019!

Die heurige ÖGRG Tagung fand vom 10. bis 11. Mai 2019 im Hotel Sandwirth in Klagenfurt am Wörthersee statt und stand ganz unter dem Motto „Interdisziplinäre Betreuung von RheumapatientInnen“. Das Motto spiegelte sich auch bei den über 40 TeilnehmerInnen der Tagung wider: ÄrztInnen, diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, ErgotherapeutInnen, PhysiotherapeutInnen und PsychologInnen bearbeiteten im Rahmen von Workshops unterschiedliche Fragestellungen zu einer (verbesserten) interdisziplinären Betreuung von RheumapatientInnen oder erhielten wissenswerte Informationen im Zuge von Kurzvorträgen.


Tag 1 der ÖGRG Tagung:


Nach dem Come-Together und der Eröffnung der Tagung durch Simone Luschin (Past president), startete der erste Workshop zum Thema einer interdisziplinären Betreuung aus Sicht einer RA Patientin. Frau Schaffer, Präsidentin der österreichischen Rheumaliga, schilderte eindrucksvoll von unterschiedlichsten Aspekten eines Lebens mit RA. Frau Schaffer betonte, wie wichtig die Zusammenarbeit mit allen ÄrztInnen und TherapeutInnen für ein gutes Leben mit der Erkrankung ist. Im Zuge dessen wurde darauf hingewiesen, dass es PatientInnen braucht, die gut informiert sind („Wissen macht stark“). Der Austausch mit Betroffenen ist für sie eines der wichtigsten Dinge. PatientInnen müssen auch ihr Leben verändern und Eigenverantwortung übernehmen. Weitere Informationen zu diesem Workshop gibt es hier.


Danach erzählte Dr. Christoph Strehblow, dass sich die Rheumatologie gut entwickelt hat: Medikamente haben sich verbessert, es gibt zahlreiche Forschungsaktivitäten, über die letzten 20 Jahre ist die durchschnittliche Krankheitsaktivität deutlich zurückgegangen. Ziel der heutigen Behandlung ist die Remission, allerdings schaffen dies nur wenige Betroffene. Obwohl die Behandlung immer besser wird, geben viele PatientInnen noch immer sehr starke Schmerzen an. Innerhalb des Vortrages wurde die Studie „RA matters“ vorgestellt, die seitens EULAR die Empfehlungen für eine Zusammenarbeit in der Pflege beinhaltet.
Trotz massiver Fortschritte in der medikamentösen Therapie rheumatischer Erkrankungen besteht die Notwendigkeit, die Gesamtheit der Beschwerden der PatientInnen zu adressieren. Die Zusammenarbeit muss optimiert werden, wobei ein effektiver Ressourceneinsatz unumgänglich ist, da die Anzahl der RheumatologInnen nicht dem Zuwachs der Bevölkerung entsprechend wird. Weitere Informationen zu diesem Workshop gibt es hier.

 

Nach den beiden Vorträgen wurde den TagungsteilnehmerInnen die Plattform SELPERS vorgestellt. SELPERS ist eine Informationsplattform für RA PatientInnen. SELPERS ist eine Hilfe zur Selbsthilfe und beinhaltet zahlreiche Online-Kurse für Betroffene. Die Kurse auf der Plattform werden in gemeinsamer Zusammenarbeit mit ÄrztInnen und PatientInnen entwickelt. Zusätzlich werden interaktive Visualisierungen eingesetzt. Darüber hinaus erhalten PatientInnen auch praktische Tipps. PatientInnen müssen sich nicht registrieren und können frei nach unterschiedlichen Themen suchen. Hier geht es zur Plattform: https://selpers.com/

 

Der erste Tag wurde von einem Workshop abgeschlossen, der darauf abzielte, die Öffentlichkeitsarbeit der ÖGRG weiter auszubauen. Die TeilnehmerInnen hatten im Zuge eines World Cafès die Möglichkeit, anzuführen, auf welche Art und Weise sie welche Informationen zu welchen Zeitpunkten erhalten wollen. Die Ergebnisse dieses Workshops werden vom ÖGRG Vorstand dafür verwendet, die Kommunikation mit den Mitgliedern weiter zu verbessern.

 

Tag 2 der ÖGRG Tagung:


Der zweite Tag der ÖGRG Frühjahrstagung startete mit einem kurzen Vortrag von Erika Mosor (President elect) mit dem Titel „Wissenschaft schafft Wissen – und wer mit Wissen schafft, wendet Wissenschaft an!“ Wie kann es uns gelingen vorhandenes Wissen bestmöglich in unsere klinische Arbeit einfließen zu lassen? Erika Mosor sprach über die Bedeutung und den Wert evidenzbasierter Praxis (EBP) für PatientInnen, Angehörige von unterschiedlichen Gesundheitsberufen und das Gesundheitssystem. Sie beschrieb die einzelnen Schritte des EBP-Prozesses und mögliche Barrieren für die Durchführung im Arbeitsalltag, wie zum Beispiel fehlende Fähigkeiten Forschungsergebnisse zu suchen, zu lesen und kritisch zu bewerten, geringe Unterstützung seitens des Arbeitgebers und/oder KollegInnen, oder schlichtweg nicht genügend Zeit zu haben. Um trotzdem evidenzbasiert zu arbeiten, könnten bereits vorhandene Leitlinien (EULAR Recommendations) für das Management unterschiedlicher rheumatischer und muskuloskelettaler Krankheiten (RMDs) verwendet werden. Diese fassen aktuelle Evidenzen in Bezug auf Prävention, Diagnostik, Therapie, Prognosen und Nebenwirkungen zu einem bestimmten Krankheitsbild zusammen und können von der EULAR Homepage heruntergeladen werden (https://www.eular.org ). Die Folien zur Präsentation, um mit Wissen zu schaffen und Wissenschaft anzuwenden gibt es hier: PDF

 

Weiter ging es mit dem Workshop „Die Kraft der Positiven Kommunikation“. Im Zentrum des sehr praxisbezogenen Workshops unter der Leitung von Herrn Kaltenbrunner und Herrn Schmelzle stand die Wirkung der positiven Formulierungen im Gespräch mit PatientInnnen. Die bewusste Entscheidung der positiven Kommunikation in dem Health Professionals – PatientInnen Gespräch prägt nicht nur die eigene Gedankenwelt. Kleine positive Signale sorgen für Optimismus. Unsere Worte bestimmen auch unsere Wahrnehmung und entscheiden folgend mit über Erfolg und Misserfolg. Die Experten der Firma HIKINGDAYS erweckten durch ihren gezielten Einsatz von positiven Elementen bei den WorkshopteilnehmerInnen große Begeisterung und Freude – die positive Wirkung war unmittelbar spürbar. Hier geht’s zu HIKINGDAYS: https://www.hikingdays.com/de

 

Der letzte Programmpunkt der diesjährigen ÖGRG Frühjahrstagung widmete sich dem Thema Placebo – Nocebo. Wir durften Prof. Dr Seven Benson als Vortragenden begrüßen - Professor für Medizinische Psychologie am Universitätsklinikum Essen. Nach einer Berufsausbildung zum Krankenpfleger studierte er Psychologie an der Universität Trier. Einen übergreifenden Schwerpunkt seiner Forschungsinteressen bildet die Schmerzforschung. Er befasst sich mit den Auswirkungen von systemischen Entzündungsprozessen und negativen Emotionen auf Schmerz. Zum anderen geht er der Frage nach, wie Schmerz und körperliche Symptome durch Placebo- und Nocebo-Effekte beeinflusst werden. Die therapeutische Relevanz der Placebo- und Noceboeffekte steht durch aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse außer Frage. Dennoch hat die genaue Analyse dieser Effekte erst in jüngster Zeit begonnen und steckt noch in den Kinderschuhen. Ein sehr dynamischer Vortrag löste großes Interesse dieses „Phänomens“ aus. Weitere Informationen zu diesem Workshop gibt es hier: PDF

 

Außerdem finden Sie weitere Informationen zum Thema unter folgenden Links: http://www.placeboforschung.de/de/placebo-nocebo und https://www.uk-essen.de/medpsychologie/index.php/de/institut/team/36-mitarbeiter/59-sven-benson-prof-dr