- ÖGR/EULAR Summer School 2025 - Rückblick
- ÖGR/EULAR Summer School 2025 - Fotogalerie
- ÖGR Summer School - Videos
- Erfahrungsbericht eines Absolventen
Nachbericht ÖGR EULAR Rheuma Summer School 2025
Intensives Lernen in Kleingruppen im Sinne von case based learning, praktische Übungen mit Untersuchungen von Rheuma-Patient:innen, rheumatologische Ultraschalluntersuchung mit high end-Sonographiegeräten, radiologische Fallbesprechungen, Mikroskopie von Synovialpräparaten und Kapillarmikroskopie. Ergänzt um spannende Momente, wenn in der Gruppe möglichst schnell das Rätsel eines RheumEscape Rooms zu lösen ist – und man dabei „spielerisch“ noch eine Menge über Anamnese, Diagnostik und Therapie in der Rheumatologie lernen kann.
Dazu Gespräche über Karrieremöglichkeiten in der Rheumatologie und Wissenschaft bei einem scientific walk und andere gemeinsame Aktivitäten: all das und noch viel mehr war die 9. ÖGR EULAR - Summer School 2025.
Auch heuer wurde die ÖGR Summer School von der EULAR in ihrem ECONS (EULAR Educational Cooperation with National Societies) - Programm akkreditiert und durch die Entsendung von internationalen Sprechern aktiv unterstützt:
Sarah Ohrndorf von der Universität Potsdam, Deutschland, brachte den Studierenden die Gruppe der Spondylarthritiden näher, Christopher Edwards, neu gewählter EULAR – treasurer, von der University of Southampton, UK, referierte zur Psoriasisarthritis, und Luis Coronel Tarancon aus Barcelona, Spanien, erklärte Diagnostik, Therapie und Zusammenhänge der Kristallarthropathien.
Die übrige Faculty bestand – wie in den Vorjahren - aus einer Gruppe von ehrenamtlichen Referent:innen und Tutor:innen aus ganz Österreich von mehreren Universitäten und Lehrkrankenhäusern, die diverse rheumatologische Themen beleuchteten, Fallberichte brachten und die practical skills sessions abhielten.
Die Summer School wurde 2017 ins Leben gerufen und ist ein Projekt der ÖGR, in dem sie Studierenden der Medizin (4.-6. Studienjahr) die Rheumatologie in ihrer ganzen Breite näherbringen und sie für unser Fach begeistern möchte. Den praktischen Nutzen für den rheumatologischen Nachwuchs in Österreich und die Effizienz dieser Ausbildungsinitiative konnte nachgewiesen werden und wurde 2024 publiziert (Frontiers in Medicine, 2024)
2021 wurde das Projekt zu einem Karriere Track erweitert, in dem die Summer School für Medizinstudent:innen den ersten Schritt in einer Serie von Angeboten darstellt, welche durch die Summer School für Jungärzt:innen und ein Mentoring Programm ergänzt werden.
Mit Freude blicken wir schon heute der 10. „Jubiläums-Summer School“ 4.-7.7.2026 entgegen.
Das war die ÖGR/EULAR Summer School 2025!
Hier ein kurzer Einblick in die ÖGR Summerschool für StudentInnen 2021 auf Youtube - Langfassung und Kurzfassung
Eindrücke von Absolvent*innen der ÖGR Summer School für Student*innen 2022:
Ein Absolvent teilt Erfahrungen und gewährt Einblicke in die ÖGR Summer School für Student*innen
Daniel Mrak ist Absolvent der ÖGR Summerschool für Studenten 2018 und seit 2020 in Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie am AKH Wien.Warum hast du dich entschieden mit der Ausbildung zum Rheumatologen zu beginnen? Hatte die ÖGR Summerschool einen Einfluss auf diese Entscheidung?
Ich habe die Rheumatologie erst spät im Lauf des Studiums für mich entdeckt. Im Endeffekt hat den Anstoß eine Patientin gegeben, die jahrelang eine Psoriasis hatte und damals eine Arthritis entwickelte. Ich beschäftigte mich vermehrt mit Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis und beschloss daraufhin, ein Tertial meines KPJ auf der Rheumatologie zu verbringen. Dabei bin ich auch auf die ÖGR Summerschool aufmerksam geworden und habe mich zur Vorbereitung auf mein Rheuma-KPJ Tertial angemeldet. Die Summerschool hat mein Interesse bestärkt und dabei mitgewirkt, dass mich die Rheumatologie bis heute begleitet.
Wie würdest du die ÖGR Summerschool MedizinstudentInnen beschreiben?
Die Summerschool ist eine hervorragende Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre durch fachlich hochkarätige Vorträge und Seminare Kenntnisse in der Rheumatologie zu erwerben, zu festigen, oderneue Skills zu lernen. Von Seiten des Programms wechseln sich Vorträge mit Kleingruppen-Sessions ab. Hierbei wurden entweder rheumatologische Fälle diskutiert, welche einem Verständnis klinischer Fragestellungen im Alltag näherbringen oder man konnte die Grundlagen der rheumatologischen Skills, wie die klinische Gelenksuntersuchungen oder den Gelenksultraschall für sich ausprobieren. Wie schon erwähnt, besonders gut hat mir gefallen, dass alles sehr entspannt und informel abgelaufen ist, so konnte man z.B. die Diskussion von der vorherigen Session mit den Vortragenden noch beim Mittagessen weiterführen.
Was ist deine schönste Erinnerung an die ÖGR Summerschool?
Mein persönliches Highlight war der Alm-Abend, wo man sich gemeinsam zum Abendessen auf eine nahegelegene Almhütte aufgestiegen und sich dann mit den Studienkolleg*Innen sowie Vortragenden zum Abendessen noch austauschen und über den Tag reflektieren konnte.
Warum sollte sich ein junger Mensch entscheiden mit der Ausbildung zum Rheumatologen zu beginnen?
Das für mich so faszinierende an der Rheumatologie ist die Vielfältigkeit, alle Altersklassen sind betroffen, und vor allem bei den Kollagenosen die breite Variabilität der Organmanifestationen. Des Weiteren ist die Rheumatologie ein sehr dynamisches Fach – einerseits hinsichtlich vielen neuen Therapeutika, die in den letzten Jahren zugelassen worden sind und viele mehr die noch in der Entwicklung stecken. Anderseits steckt noch viel hinsichtlich der Pathogenese und der Klinischen Manifestationen von rheumatischen Erkrankungen im Dunkeln – also auch wenn man an der rheumatologischen Forschung interessiert ist, gibt es hier noch viel zu Entdecken.
Gibt es noch etwas was du jungen KollegInnen, die gerade ihr Medizinstudium beenden, mit auf den Weg geben möchtest?
Egal für welchen Berufsweg bzw. welches Fach man sich dann im Schlussendlich entscheidet, das wichtigste ist denke ich immer neugierig bleiben und nicht aufhören, Sachen zu hinterfragen.
Nachbericht ÖGR EULAR Rheuma Summer School 2025
Intensives Lernen in Kleingruppen im Sinne von case based learning, praktische Übungen mit Untersuchungen von Rheuma-Patient:innen, rheumatologische Ultraschalluntersuchung mit high end-Sonographiegeräten, radiologische Fallbesprechungen, Mikroskopie von Synovialpräparaten und Kapillarmikroskopie. Ergänzt um spannende Momente, wenn in der Gruppe möglichst schnell das Rätsel eines RheumEscape Rooms zu lösen ist – und man dabei „spielerisch“ noch eine Menge über Anamnese, Diagnostik und Therapie in der Rheumatologie lernen kann.
Dazu Gespräche über Karrieremöglichkeiten in der Rheumatologie und Wissenschaft bei einem scientific walk und andere gemeinsame Aktivitäten: all das und noch viel mehr war die 9. ÖGR EULAR - Summer School 2025.
Auch heuer wurde die ÖGR Summer School von der EULAR in ihrem ECONS (EULAR Educational Cooperation with National Societies) - Programm akkreditiert und durch die Entsendung von internationalen Sprechern aktiv unterstützt:
Sarah Ohrndorf von der Universität Potsdam, Deutschland, brachte den Studierenden die Gruppe der Spondylarthritiden näher, Christopher Edwards, neu gewählter EULAR – treasurer, von der University of Southampton, UK, referierte zur Psoriasisarthritis, und Luis Coronel Tarancon aus Barcelona, Spanien, erklärte Diagnostik, Therapie und Zusammenhänge der Kristallarthropathien.
Die übrige Faculty bestand – wie in den Vorjahren - aus einer Gruppe von ehrenamtlichen Referent:innen und Tutor:innen aus ganz Österreich von mehreren Universitäten und Lehrkrankenhäusern, die diverse rheumatologische Themen beleuchteten, Fallberichte brachten und die practical skills sessions abhielten.
Die Summer School wurde 2017 ins Leben gerufen und ist ein Projekt der ÖGR, in dem sie Studierenden der Medizin (4.-6. Studienjahr) die Rheumatologie in ihrer ganzen Breite näherbringen und sie für unser Fach begeistern möchte. Den praktischen Nutzen für den rheumatologischen Nachwuchs in Österreich und die Effizienz dieser Ausbildungsinitiative konnte nachgewiesen werden und wurde 2024 publiziert (Frontiers in Medicine, 2024)
2021 wurde das Projekt zu einem Karriere Track erweitert, in dem die Summer School für Medizinstudent:innen den ersten Schritt in einer Serie von Angeboten darstellt, welche durch die Summer School für Jungärzt:innen und ein Mentoring Programm ergänzt werden.
Mit Freude blicken wir schon heute der 10. „Jubiläums-Summer School“ 4.-7.7.2026 entgegen.
Das war die ÖGR/EULAR Summer School 2025!
Hier ein kurzer Einblick in die ÖGR Summerschool für StudentInnen 2021 auf Youtube - Langfassung und Kurzfassung
Eindrücke von Absolvent*innen der ÖGR Summer School für Student*innen 2022:
Ein Absolvent teilt Erfahrungen und gewährt Einblicke in die ÖGR Summer School für Student*innen
Daniel Mrak ist Absolvent der ÖGR Summerschool für Studenten 2018 und seit 2020 in Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie am AKH Wien.Warum hast du dich entschieden mit der Ausbildung zum Rheumatologen zu beginnen? Hatte die ÖGR Summerschool einen Einfluss auf diese Entscheidung?
Ich habe die Rheumatologie erst spät im Lauf des Studiums für mich entdeckt. Im Endeffekt hat den Anstoß eine Patientin gegeben, die jahrelang eine Psoriasis hatte und damals eine Arthritis entwickelte. Ich beschäftigte mich vermehrt mit Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis und beschloss daraufhin, ein Tertial meines KPJ auf der Rheumatologie zu verbringen. Dabei bin ich auch auf die ÖGR Summerschool aufmerksam geworden und habe mich zur Vorbereitung auf mein Rheuma-KPJ Tertial angemeldet. Die Summerschool hat mein Interesse bestärkt und dabei mitgewirkt, dass mich die Rheumatologie bis heute begleitet.
Wie würdest du die ÖGR Summerschool MedizinstudentInnen beschreiben?
Die Summerschool ist eine hervorragende Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre durch fachlich hochkarätige Vorträge und Seminare Kenntnisse in der Rheumatologie zu erwerben, zu festigen, oderneue Skills zu lernen. Von Seiten des Programms wechseln sich Vorträge mit Kleingruppen-Sessions ab. Hierbei wurden entweder rheumatologische Fälle diskutiert, welche einem Verständnis klinischer Fragestellungen im Alltag näherbringen oder man konnte die Grundlagen der rheumatologischen Skills, wie die klinische Gelenksuntersuchungen oder den Gelenksultraschall für sich ausprobieren. Wie schon erwähnt, besonders gut hat mir gefallen, dass alles sehr entspannt und informel abgelaufen ist, so konnte man z.B. die Diskussion von der vorherigen Session mit den Vortragenden noch beim Mittagessen weiterführen.
Was ist deine schönste Erinnerung an die ÖGR Summerschool?
Mein persönliches Highlight war der Alm-Abend, wo man sich gemeinsam zum Abendessen auf eine nahegelegene Almhütte aufgestiegen und sich dann mit den Studienkolleg*Innen sowie Vortragenden zum Abendessen noch austauschen und über den Tag reflektieren konnte.
Warum sollte sich ein junger Mensch entscheiden mit der Ausbildung zum Rheumatologen zu beginnen?
Das für mich so faszinierende an der Rheumatologie ist die Vielfältigkeit, alle Altersklassen sind betroffen, und vor allem bei den Kollagenosen die breite Variabilität der Organmanifestationen. Des Weiteren ist die Rheumatologie ein sehr dynamisches Fach – einerseits hinsichtlich vielen neuen Therapeutika, die in den letzten Jahren zugelassen worden sind und viele mehr die noch in der Entwicklung stecken. Anderseits steckt noch viel hinsichtlich der Pathogenese und der Klinischen Manifestationen von rheumatischen Erkrankungen im Dunkeln – also auch wenn man an der rheumatologischen Forschung interessiert ist, gibt es hier noch viel zu Entdecken.
Gibt es noch etwas was du jungen KollegInnen, die gerade ihr Medizinstudium beenden, mit auf den Weg geben möchtest?
Egal für welchen Berufsweg bzw. welches Fach man sich dann im Schlussendlich entscheidet, das wichtigste ist denke ich immer neugierig bleiben und nicht aufhören, Sachen zu hinterfragen.